Kongress­teilnahme & Publikationen für 2025

Ich freue mich, heute ankündigen zu dürfen, dass ich auch im nächsten Jahr wieder auf einer Konferenz vertreten bin. Vor allem, da ich dort nicht alleine bin, sondern gemeinsam mit einer Absolventin des Studiengangs „BWL & Wirtschaftspsychologie“ der FOM in München: Tabea Alana Brefeld.

Gemeinsam haben wir dafür einen Teil des Themas der Abschlussarbeit von Frau Brefeld weiterentwickelt. Nun wurde das Abstract angenommen und wir freuen uns, dass wir einen Überblick zur Abgrenzung von Resilienz und dem Kohärenzgefühl vorstellen dürfen.

Wo?

Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin in Wuppertal

Wann?

04. April 2025 von 08:30 – 09:45 Uhr

Neben der Vorstellung als Präsentation haben wir außerdem vor, ein Short Scientific Paper über dieses Thema in einem Peer-Reviewed-Journal (englisch-sprachig) einzureichen.

Resilienz und Kohärenzgefühl: Eine empirische Untersuchung zur Prüfung von Abgrenzungen und Überschneidungen

T. A. Brefeld1, R. Lutz1
1
FOM Hochschule für Oekonomie & Management, Leimkugelstraße 6, 45141, Essen

Einleitung:
Resilienz und Kohärenzgefühl werden oft zur Erklärung von Gesundheit und Genesung herangezogen, ihre Definitionen und Abgrenzungen bleiben jedoch unklar. Während einige das Kohärenzgefühl als Teil der Resilienz betrachten, sehen andere die Begriffe als getrennte, bzw. überlappende Konzepte, was insbesondere in der Diagnostik problematisch ist. Der Beitrag untersucht die Messung und das Verhältnis beider Konstrukte.

Methoden:
Nach einer theoretischen Auseinandersetzung wurde mittels einer Online-Befragung von Februar bis Mai 2024 270 vollständig ausgefüllten Datensätze erzielt. Zwei validierte Fragebögen dienten zur Erfassung der Resilienz (BRS, RS-25) und einer für das Kohärenzgefühl (SOC-29), weiterhin wurden demografische Fragen inkludiert. Die gewonnenen Daten wurden mittels einer explorativen Faktorenanalyse und einer Clusteranalyse ausgewertet. Ergänzend wurden verschiedene Item-Kombinationen auf statistische Signifikanz geprüft.

Ergebnisse:
Nach der Faktorenanalyse konnte eine drei-faktorielle Struktur angenommen werden. Diese wurde mit der nachfolgenden Clusteranalyse mit minimaler Abweichung in der Verteilung überprüft. Nach inhaltlicher Kontrolle ergab sich eine Durchmischung in allen Clustern. Die Überprüfung der inhaltlichen Ähnlichkeit mithilfe der Pearson-Korrelation zeigte überall signifikante p-Werte, sowie mittlere bis große Effektstärken (r = .39 – .71).

Schlussfolgerung/ Diskussion:
Die Ergebnisse dieser Arbeit zeigen, dass sich im Hinblick auf die Theorie, die Inhalte der Fragebögen und die Ergebnisse der statistischen Tests eine dreigeteilte Struktur mit einer Druschmischung der Items, erkennen lässt. Dies spiegelt den Stand der Forschung wider. Zukünftig könnte die Erhebung von Stressoren und psychischer Gesundheit unter Einbezug neuerer Ansätze der Resilienz zu mehr Klarheit bei der Definition dieser und dem Verhältnis zum Kohärenzgefühl beitragen.

Regina Lutz und Tabea Alana Brefeld vor der FOM Hochschule in München